Die Idee.


Nüchtern betrachtet, ist eine Brücke ein Bauwerk, das Verkehrswege und Versorgungseinrichtungen über ein Hindernis führt.

Waren in den Anfängen pure konstruktive Gedanken beim Bau die Grundlage, so sehen wir heute nicht selten ästhetische Ansätze, die diesen wichtigen Bauwerken unserer Zeit ein Gesicht geben. Wir sehen den Entwurf, das Bild des Architekten.


Doch ist es wirklich nur dieses eine Bild das wir sehen? Bei einem Einfamilienhaus ist klar, dass der Anblick nach dem Einzug ein ganz anderer sein kann, als der, den sich der Architekt vorgestellt hatte.

Aber bei einer Brücke?


Ich will einen anderen Blick darauf werfen, eine andere Perspektive zeigen, ein anderes Bild zeichnen.


Nach dem Wesen einer Brücke, soll sich das Realistische mit dem Abstrakten verbinden. Die Abstraktion soll es aber auch erlauben sich wiederzufinden ohne sich zu erkennen. Das Konstruktive und das Bild des Architekten soll nicht länger das Hauptthema sein. Der Nutzer, der Mensch, der Neckartailfinger und seine Besucher, sollen bildbestimmend sein. Die Brücke stellt dabei erst einmal nur den Rahmen dar. Sie verbindet jedoch die Menschen in ihrer erkennbar gleichen Umgebung und wird dann doch wieder zum dominanten und wesensbestimmenden Element der Fotoserie.


30 Minuten am Neckar, am Fluss-km 220, in Neckartailfingen.

Zu sehen: D´r Doilfinger.






Die Umsetzung.


Deutschland. Baden-Württemberg. Neckartailfingen.

Geh- und Radwegbrücke mit 140 m Gesamtlänge, Hauptöffnung: 62 m, Nutzbreite: 3 m.

Im Grundriß gekrümmter, am Innenrand einseitig abgespannter Stahlüberbau. Asymmetrischer Hohlkastenquerschnitt mit orthotroper Gehplatte.

Bauhöhe: 50 cm. Pylonenhöhe: 28 m.


Die Aufnahmen sind digital aufgenommen,

jedoch nicht verfremdet. Die Abstraktion entsteht alleine durch die natürliche Spiegelung im Wasser.



 
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